Konzeption - Beratung - Gutachten

BAUDENKMALPFLEGE BAUCH

Ingenieur- und Sachverständigenbüro

Denkmalpflege

 

Dokumentation

  • Materialkartierung
  • Schadkartierung
  • Maßnahmekataloge
  • Aufmaße, Bauzustandsanlysen
  • Mengenermittlungen
  • Befunduntersuchungen (Putz- und Farbigkeit)
  • Bauzustandsdokumentation 
  • Arbeitsdokumentation
  • Abschlussdokumentation
  • Fotodokumentation

Das Sgraffito wurde schon im 16. Jahrhundert nach Deutschland gebracht und in verschiedenen Bauzeiten u.a. im Historismus und in der Neuzeit wiederentdeckt. Zur Konservierung dieser einzigartigen Putzbefunde sollten geeignete Reinigungs, Festigungs- und Ergänzungsmaßnahmen angewendet werden.

Betreuung

  • Bewertung von Schäden und Ausführungsmängeln in der Altbausanierung und Denkmalpflege
  • Erstellung von Ausschreibungsunterlagen und Leistungsverzeichnissen für Restaurierungsarbeiten, Firmenempfehlungen, Bieterverhandlungen
  • Beratung beim Erwerb denkmalgeschützter Immobilien: Verkehrswertermittlung, Beurteilung des Sanierungsaufwandes, Kostenschätzung, Ausarbeitung von Nutzungskonzepten.
  • Betreuung von Eigenleistungen bei Kalktechniken, Lehmbau, historischem Mauerwerks- und Gewölbebau und bei Natursteinarbeiten
  • Fachvorträge, Schulungen und Arbeitsanleitungen
  • Hilfestellung bei der Auswahl und Beschaffung von ökologisch, technisch und gesundheitlich geeigneten Baumaterialien
  • Herstellerunabhängige Baustoffberatung
  • Beratung zu historischen Baumaterialien, Baukonstruktionen

Durch Putzmörtelanalysen und entsprechende Baustellenmischungen ist es möglich geschädigte Putzbereiche originalgetreu zu ergänzen und ganze Fassaden damit auszubessern und zu erhalten.

Konzeption

  • Vorbereitung von Arbeiten an denkmalgeschützter Bausubstanz durch Befund- und Baustoffuntersuchungen und Schadkartierungen.
  • Fachplanung für die Instandsetzung historischer Fassaden: Mauerwerk, Naturstein, Beton, Putz
  • Festlegung von Ausführungstechnologien und Baumaterialien
  • Kostenermittlung für Altbausanierungen und für Restaurierungsarbeiten
  • Voruntersuchungen zur Ermittlung des Leistungsumfanges
  • Ermittlung der Arbeitsgrundlagen und Planungsabsichten
  • Zuarbeiten zu denkmalschutzrechtlichen Genehmigungen
  • Bewertung von Nutzungsänderungen
  • Ausarbeitung denkmalpflegerischer Zielstellungen

Denkmalwert

 

Wie bemißt sich der Denkmalwert oder die Denkmalwürdigkeit eines Gebäudes oder Ensembles. Welche Elemente sind bestimmend für die Beurteilung und finden ihren Niederschlag in denkmalschutzrechtlichen Genehmigungen oder Auflagen der Denkmalschutzbehörden.

Elemente eines Gutachtens zur Beurteilung des Denkmalwertes sind in der Regel:

  • Untersuchungen im Baubestand in Form von restauratorischen Befunduntersuchungen an Farbfassungen, Putz- und Mauerwerksresten
  • Dokumentation von Erkenntnissen zur Baugeschichte und zu späteren Umbauten, Anbauten und sonstigen Veränderungen durch Modernisierungen,
  • Akteneinsicht bei den Denkmalschutzbehörden
  • Archivrecherchen
  • Kommunikatin mit Denkmalamt, Bauamt, Stadtplanungsamt.

Durch Bewertung der Bau- und Nutzungsgeschichte, des Erhaltungszustandes der Originalbauteile, der Stellung innerhalb des städtebaulichen Umfeldes und der Bedeutung des Gebäudes für die Orts-, Stadt-, Kunst- und Kulturgeschichte wird eine unabhängige Stellungnahme zum Denkmalwert des Gebäudes erarbeitet.

Bei Bedarf kann auch eine Baupreisermittlung zu den denkmalbedingten Mehraufwendungen erarbeitet werden.

Farb- und Putzbefunde

 

Befunduntersuchungen

Restauratorische Voruntersuchungen dienen der Feststellung und Bewertung von denkmalrelevanten Farb- und Putzbefunden, von Baumaterialien und Originalausstattungen.

Durch farbarchäologische Freilegungsproben können wertvolle Informationen zur Abfolge von Farbfassungen, zur Originalausstattung und zu Umbaumaßnahmen gewonnen werden. Mit den Ergebnisses der Befunduntersuchung können Grundlagen für die Festlegung von Restaurierungsmaßnahmen und zum Erhalt von Originalausstattungen geschaffen werden.

Die Freilegungsfenster werden in definierten Bereichen wie dem Sockel, am Handlauf, dem Übergang Wand zur Decke und im Deckenbereich mechanisch mit dem Skalpell angelegt und dabei die verschiedenen Beschichtungen freigelegt. Die Farbangaben werden im Natural Color System erfasst. 

Kunststein

 

Wie der Name schon andeutet, handelt es sich bei den Kunststeinen im Gegensatz zu Natursteinen um von Menschenhand künstlich geschaffene Steinprodukte.

Diese werden aus aus Bindemitteln und Zuschlagstoffen und teilweise unter Verwendung von Bewehrungseisen hergestellt. Die Bindemittel können mineralisch (Zement, Kalk) oder kunstharzgebunden sein. 

Kunststein allgemein

Die Restaurierung von Beton- und Kunsteinoberflächen tritt bei der Instandsetzung von Kulturdenkmälern aus dem 20. Jahrhundert verstärkt auf. Dabei kann es sich um gegossene und stahlbewehrte Plastiken oder um geschliffene und polierte Architekturoberflächen handeln.

Durch Freilegung der Bewehrungseisen und entsprechende Korrosionsschutzmaßnahmen in Verbindung mit der Hinterfüllung von Hohlstellen mittels Feinstzementen und Verschluss aller Risse zum Schutz vor weiterem Eindringen von Wasser kann der Objektzustand stabilisiert werden.Oftmals bieten Silikonharzemulsionen zusätzlichen Schutz.

Pisesteine

Pisesteine wurden in der Mitte des 19. Jahrhunderts durch Einbringen von Lehm- oder Kalkmörtel in eisernen Formen hergestellt. Die Pisesteine stellten eine Sparbauweise für ländliche Bauten in Ermangelung von gebrannten Tonsteinen dar. Die Haltbarkeit der Pisesteine ist mit der eines Kalkmörtels vergleichbar.

Zur Konservierung von Bauten aus Pisesteinen können Injektagen und oberflächliche Flutungen mit Steinfestigern auf Kieselsäureethylesterbasis angewendet werden.

Sorelzement

Mitte des 19. Jahrhunderts führte die Suche nach hydraulischen erhärtenden Kunststeinen zur Erfindung eines Säure-Base Zementes, dem nach seinem Erfinder Stanislaw Sorel benannten Sorelzement. Als Säure fungiert Magnesiumchlorid, als Base Magnesiumoxid. Es entsteht Magnesiumoxychlorid. Die schnelle Frühfestigkeit und hohe Endfestigkeit zeichnen den Sorelzement aus. Allerdings ist das Chlorid aus dem Sorelzement durch Wasser auswaschbar und führt zu Entstehung von bauschädlichen Salzen mit den bekannten Folgeerscheinungen.

Hauptverwendungsgebiet des Sorelzementes waren Fußböden. Am bekanntesten sind die in der Nachkriegszeit bekannt gewordenen Steinholzbeläge bei welchen dem Magnesitbinder erhebliche Mengen Holzmehl beigegeben wurden.

Romanzement

Ende des 18. Jahrhunderts also weit vor der Erfindung des eigentlichen Zementes wurde nach wasserbeständigen (hydraulischen) Bindemitteln gesucht. Der Romanzement wurde 1796 durch James Parker patentiert, wobei es sich nicht im heutigen Sinne um einen Zement handelt. Es handelt sich vielmehr um hochhydraulische Kalke, welche unterhalb der Sintergrenze gebrannt wurden. Der Romanzement enthält 15-30% Tonerde und hat im gebrannten Zustand einen Hydrauleanteil von bis zu 40%. Weiter Eigenschaften sind seine hoho Porosität bei hoher Festigkeit und hohem Elastizitätsmodul. Aufgrund seiner ausgezeichneten Witterungsbeständigkeit wurde er für Verfugarbeiten, Bauzierelemente und Gesimse verwendet.

Portlandzement

Schon die Römer wussten beim Bau den Pantheon in Rom einen gebrannten Kalk namens Opus Caementitium einzusetzen, welcher ein betonartiges Mauerwerk hervorbrachte. Durch Zusatz von Vulkanasche und Ziegelmehl (latent hydraulische Bindemittel) zu gebranntem Kalk wurden die ersten hydraulischen Bindemittel mit der Eigenschaft der Unterwasserhärtung geschaffen und für den Bau von Aquadukten verwendet.

Als Patentanmelder für den Portlandzement gilt der Engländer Joseph Aspid (1778-1855). Die Bezeichnung Portlandzement stammt von dem auf der Halbinsel Portland abgebauten Kalkstein, welcher als Werkstein abgebaut wurde und den aus Portlandzement gefertigten Kunstprodukten farblich ähnlich war. Dieser „Portlandzement“ war jedoch noch kein Zement im heutigen Sinne sondern lediglich künstlich hergestellter Romanzement.

Erst durch das Verfahren des Sinterns im Jahr 1844 wurde der echte überbrannten Portlandzement in das Baugewerbe eingeführt und aufgrund seiner Härte und Dauerhaftigkeit den Romanzement schnell verdrängte.
Mit Gründung der ersten Zementwerke um 1850 wurde der Baustoff in Deutschland verfügbar.